In Ländern wie Afghanistan, Irak oder dem Kongo herrscht heute ein eigentümlicher Schwebezustand zwischen Krieg und Frieden. Man weiß nie genau, ob der Krieg zuende ist oder nur eine Pause einlegt. Ob es morgen wieder losgeht und nicht der Krieg längst die Normalität ist. Dabei gibt es selten klare Unterscheidungen zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten, auch sind kaum identifizierbare militärische Fronten auszumachen. Hinzukommt eine weitgehende Aushöhlung des im Kriegsvölkerrecht geregelten Schutzes der Zivilbevölkerung und – was Organisationen wie medico verstärkt zu schaffen macht - die Instrumentalisierung von Hilfe für kriegerische Zwecke. …
Sicherheitspolitische Überlegungen machen von sich reden, die das Zeug haben, nachhaltigen Unfrieden zu stiften. „Vernetzte Sicherheit“ nennt sich das 2006 vom Bundesverteidigungsministerium formulierte Konzept, militärisches Handeln künftig systematisch mit zivilem zu verknüpfen. Seit sich Dirk Niebel, der neue Entwicklungshilfeminister, diese Ideen Anfang des Jahres zu eigen gemacht hat und neben der staatlichen Entwicklungspolitik auch die Arbeit von entwicklungspolitisch tätigen Hilfsorganisationen einer „vernetzten Sicherheit“ unterordnen will, wächst der Unmut. Nicht nur Hilfswerke, sogar Militärs – wenn auch hinter vorgehaltener Hand – äußern Unbehagen und Kritik. …
Position
Im monatlichen Wechsel präsentiert Sri Lanka Advocacy (SLA) bis zu zehn ausgewählte Beiträge zu Sri Lanka. Diesmal eröffnet SLA wir mit drei aktuellen Berichten zur Suspension des …
Aktuell
Dokumentarfilme laufen in Deutschland zu nachtschlafender Zeit. In Guatemala, so schreibt der taz-Autor Toni Keppeler, „können sie dagegen noch für Aufregung sorgen“. Ende April wurde dort im …
Projekte
Ein direkter Blick auf die komplexen und zugleich fragmentierten Gesellschaften. In seinem Blog berichtet der medico-Repräsentant für Israel und Palästina von unserer Arbeit und der Situation vor Ort. …
Hintergrund
Sri Lanka Advocacy ist ein neues Internetmagazin und eine gemeinsame Initiative mehrerer Hilfs- und Entwicklungsorganisationen aus Deutschland. Das Netzwerk engagiert sich in Lobby- und …
Eine Diskussion über interventionistische Formen der Krisenbewältigung an drei Beispielen: Afghanistan, Sri Lanka, Haiti. …
Dokumentation
Auf den Hügeln südlich von Hebron, ganz im Süden der Westbank, leben mehrere Tausende palästinensische Bauern und Hirten in Zelten, Hütten und Höhlen. Sie leben in bitterer Armut, zumal sie …
medico unterstützt seit vielen Jahren lokale Partner in Afghanistan. Nun kommen fast täglich neue Meldungen über gefallene deutsche Soldaten. Was bedeutet die aktuelle Zuspitzung? Thomas …
Der Wiederaufbau und die Beseitigung der Kriegsschäden im Gazastreifen sind noch immer nicht möglich, sagen 16 internationale Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen in einem neuen Bericht, der zum einjährigen Jahrestag der israelischen Operation „Gegossenes Blei“ erscheint. …
Aktuelle Konflikte stellen die Kriegsregeln auf den Kopf: Es gibt immer mehr tote Zivilisten – und immer weniger militärische Opfer, sagt Thomas Gebauer von medico international im Interview mit Robert Dempfer vom Magazin Henri. …
Nicht selten werden die Menschenrechte instrumentalisiert, wenn es um die Durchsetzung anderer …
Die Menschen Kurdistans erinnern den Angriff mit chemischen Waffen auf ihre Bevölkerung, sie …
Die Autorinnen und Autoren untersuchen die Konzepte und Praxis psychosozialer Arbeit in Ländern, in …
In der marokkanisch besetzten Westsahara wird die freie Meinung mit dem Schlagstock und einer …
Sicherheit, Entwicklung, Menschenrechte – ist eine neue Debatte um den Entwicklungsbegriff …
Die Arbeit der Ärzte für Menschenrechte in Tel Aviv steht unter Druck. Neue Gesetzesvorhaben …
Interview mit Majeda Al-Saqqa, Sprecherin der "Culture and Free Thought Association", einem …
Hält man sich nur an Namen und Titel, könnte „Manik Farm“ - offiziell als „Welfare Camp” …