medico international

Projekte und Partner

Guatemala

Soziale Verwerfungen an der Peripherie

Guatemala ist das Land mit einer der höchsten Kriminalitätsraten in Lateinamerika und die Sicherheitslage droht, sich weiter zu verschlechtern. Immer wieder kommt es zu gewaltsamen, bewaffneten Auseinandersetzungen. Politische Gewalt und Gewalt durch Jugendbanden und Drogenkriminalität sind eine undurchschaubare Allianz eingegangen. Die Straflosigkeit gegenüber der genozidalen Verfolgung der indigenen Bevölkerung in den 80er und beginnenden 90er Jahren setzt sich fort gegenüber der Gewalt, die Ergebnis der sozialen Spaltung und Verelendung ist.

medico international arbeitet bereits seit Anfang der 80er Jahre, als mehrere hunderttausend Menschen Zuflucht vor dem Terror der guatemaltekischen Armee und den Todesschwadronen in Flüchtlingslagern in Mexiko suchten, mit Partnern in Guatemala. Darunter die gemeinwesenorientierte NGO ACCSS, deren Tätigkeitsfeld noch heute neben Gesundheitseinrichtungen Jugendbildungsarbeit in indigenen Gemeinden, Vernetzungsarbeit und Nothilfe umfasst. Weitere Partner engagieren sich in der psychosozialen Auswertung des Genozids und dem Erhalt und der Rekonstruktion der Biodiversität im Subtropischen Regenwald.

Projekte 2010:

  • Anwaltschaft für Wiedergutmachung und Gerechtigkeit in ehemaligen Bürgerkriegsgemeinden, Asociación Campesina para el Desarrollo Integral Nebajense (ASOCDENEB)

  • Empowerment von Heranwachsenden in indigenen Gemeinden, Asociación Coordinadora Comunitaria de Servicios para la Salud (ACCSS)

  • Soforthilfe Tropischer Sturm „Agatha“, ACCSS

  • Psychosoziale Begleitung des Personals im „Historischen Archiv der Nationalpolizei“, Equipo de Estudios Comunitarios y Acción Psicosocial (ECAP)

  • Psychosoziale Arbeit im Kontext der Suche nach Verschwundenen und Hingerichteten sowie der Exhumierungen, ECAP

  • Waldprojekt (CO2-Bindung), Fundación Centro de Servicios Cristianos (FUNCEDESCRI)

  • II. Internationales Filmfestival Erinnerung Wahrheit Gerechtigkeit, Internationale Solidarität und Kulturaustausch e.V. (ISKA)

  • Unterstützung des regionalen Kursus der International People’s Health University in Chimaltenango: „Interkulturelle Gesundheit: Perspektiven aus Sicht der indigenen und afro-deszendenten Bevölkerung Abya Yalas“, Comité Regional de Promoción de la Salud Comunitaria (CRPSC), Asociación de Servicios Comunitarios de Salud (ASECSA)

312.964,05 € (inkl. Unterstützung BMZ)

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