medico international

medico Rundschreiben 02/2009

Die Verdammten

In Erinnerung an Frantz Fanon beschäftigte sich das Symposium der stiftung medico international 2009 mit Formen von Ausgrenzung und Entrechtung heute.

In der Abschlussrunde des Tagessymposiums der medico-Stiftung am Freitag vor Pfingsten wies die Journalistin Bettina Gaus darauf hin, dass es nicht um Information gehe. Denn was in der Welt geschehe, wüssten die Menschen. Und wenn sie es nicht wissen wollten, so könne man auch dafür Verständnis haben. Auch Appelle seien keine Form der Kommunikation, um die Öffentlichkeit wachzurütteln. Für eine Hilfsorganisation, die dort arbeitet, wo die schlechten Nachrichten der Welt entstehen, eine traurige Feststellung. Wenn es also nicht mehr um Kenntnisse geht, dann stehen wir vor der Aufgabe, Haltungen und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Das eröffnet vielleicht auch den persönlichen Horizont für weiteres Zurkenntnisnehmen. Auf den folgenden Seiten dokumentieren wir deshalb nicht die Reden des Symposiums, sondern die Themen, die dort verhandelt wurden. Und es reden nicht wir, sondern die, die sich in den Ausschlusszonen heute bewegen und darin handeln. Mahamadou Keita aus Mali, Erfan Abu Khousa aus dem Gaza-Streifen, Shamila aus dem tamilischen Norden Sri Lankas.

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