
Freitag, 29. Mai 2009, 11.00 – 17.00 Uhr
Bürgerhaus Saalbau Gutleutviertel,
Rottweiler Straße 32,
60326 Frankfurt
Im Fortschritt der Globalisierung wird die Welt erstmals in der Geschichte wirklich zu einer Welt. Nicht verschwunden sind die empörenden Unterschiede in der einen Welt. Immer größer, immer weniger auch nur zu fassen wird die Zahl der, die noch immer „die Verdammten dieser Welt“ genannt werden müssen. Vor Jahrzehnten schon verwies Frantz Fanon auf die Schwierigkeit, mit „denen da“ solidarisch sein zu wollen, bestand darauf, dass auch dieses Verhältnis ein Gewaltverhältnis sei und sein müsse. Umso mehr, umso bedrängender, wenn dieses Verhältnis wirklich in einer einzigen Welt statt hat. Auch deshalb, weil die, um die es da geht, hier her wollen und hier her kommen, ungefragt. Wenn an den Grenzen, die es immer noch gibt, Jahr für Jahr Tausende derer sterben, die man noch immer „Flüchtlinge“ nennt. Das Symposium geht der Frage nach, was hier Solidarität heißt und heißen kann, in erster Annäherung.
11:00 – 11: 30 Eröffnung Thomas Gebauer, medico international
11:30 – 12:30 Gaza: Nach dem Krieg, vor dem Krieg. Tsafrir Cohen, medico-Repräsentant in Israel und Palästina. Vortrag und Diskussion
12:30 – 13:30 Mittagspause
13:30 – 14:30 Die Freiheit, die wir meinen. Ein Kollege der Association Malienne des Expulsés (AME), Mali/Westafrika. Vortrag und Diskussion
14:30 – 15:30 Zwischen Emanzipation und Autoritarismus. Dieter Müller, medico-Repräsentant in Mittelamerika. Vortrag und Diskussion
15:30 – 16:00 Kaffeepause
16:00 – 17:00 Podiumsdiskussion. Die Verdammten dieser Erde sichtbar machen.
Manual Bojadzijev, Migrationsforscherin, Berlin – Bettina Gaus, Publizistin, Berlin – Katja Maurer, medico international.
Ausklang
