
2006 hat medico international 2.199.979,80 Euro Spenden für Projekte eingenommen. Im Verhältnis zum Vorjahr (3.035.558,20 Euro in 2005) ist das ein Spendenrückgang. Das war allerdings auch gar nicht anders zu erwarten, da das hohe Spendenaufkommen 2005 aus den Zuwendungen durch den Tsunami resultierte. Die Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern vor allem auf Sri Lanka bleibt allerdings nach wie vor von hoher Bedeutung, auch wenn es jetzt nicht mehr um Nothilfe nach einer Naturkatastrophe, sondern um Friedens- und Menschenrechtsarbeit unter den Bedingungen von Krieg und drohender Diktatur geht. Erfreulich ist die nochmalige Zunahme der Mittel aus Fördermitgliedschaften. Über hundert neue Fördermitglieder stellen ihre Spende regelmäßig medico zur freien Verfügung. Das ist eine sehr gute Grundlage für langfristige Projektförderungen und eine stabile Zusammenarbeit mit unseren Partnern im globalen Süden. Zugenommen hat die Höhe der Zuschüsse für Projekte, die 2006 bei 4.171.088,98 Euro lagen (3.710.767,30 Euro im Vorjahr). Aufgewendet wurden diese Mittel im Wesentlichen für die Minenräumprogramme in Afghanistan (Auswärtiges Amt), für die Projektarbeit in Palästina (ECHO und Auswärtiges Amt) und für die Arbeit unserer Partner im kriegszerstörten Libanon (Auswärtiges Amt). Das von erwerbslosen Landarbeitern getragene Wiederansiedlungsprojekt im nicaraguanischen Palmerita unterstützen wir mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Für die Projektarbeit hat medico im vergangenen Jahr 6.268.334,77 Euro aufgewendet. Neben den Minenräumprogrammen in Afghanistan (3.797.133,78 Euro) zählten die Projekte in Palästina (453.115,89 Euro), im Libanon (128.701,25 Euro) in Nicaragua (290.773,79 Euro), Guatemala (167.899,29 Euro) und Sri Lanka (160.172,97 Euro) zu unseren größten Vorhaben. Die Öffentlichkeitsarbeit ist bei medico international Satzungsziel. Für unsere kritischen Interventionen in den gesellschaftlichen Diskurs im eigenen Land wie in der internationalen Öffentlichkeit wendeten wir 771.689,37 Euro auf, was einem Anteil von 10,16% der Gesamtausgaben entspricht.
